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Collagen-Crosslinking bei progredientem Keratokonus

29.10.2008 11:14

DRESDEN (MedCon) – Nach Einschätzung einer Arbeitsgruppe von der Universitäts-Augenklinik Dresden muss das Collagen-Crosslinking als wirksame therapeutische Option für einen progredienten Keratokonus angesehen werden. In die retrospektive Langzeitstudie mit einer maximalen Nachbeobachtungszeit von sechs Jahren eingeschlossen wurden 480 Augen von 272 Patienten mit einem progredienten Keratokonus. Sowohl bei der ersten als auch bei allen Folgeuntersuchungen wurden Refraktion, bestkorrigierter Visus, Hornhauttopographie, Hornhautdicke und Augeninnendruck ermittelt. In die Analyse gingen schließlich 241 Augen mit einem Mindest-Follow-up von sechs Monaten ein.Im ersten Jahr ging die Versteilung signifikant um 2,68 Dioptrien zurück sowie um 2,21 Dioptrien im zweiten Jahr und 4,84 Dioptrien im dritten Jahr. Der bestkorrigierte Visus verbesserte sich signifikant (um eine Zeile oder mehr) bei 53 Prozent der 142 der Augen im ersten Jahr, bei 57 Prozent von 66 Augen im zweiten Jahr sowie bei 58 Prozent von 33 Augen im dritten Jahr beziehungsweise blieben gleich (kein Zeilenverlust) bei 20, 24 beziehungsweise 29 Prozent der Augen. Bei zwei Patienten schritt der Keratokonus kontinuierlich weiter fort, weshalb wiederholt ein Collagen- Crosslinking durchgeführt werden musste. „Trotz der geringen Anzahl an Patienten mit einem Nachbeobachtungszeitraum von mehr als drei Jahren deuten die Resultate auf eine langfristige Stabilisierung und Verbesserung nach Collagen-Crosslinking hin“, schreiben die Autoren. Studie: Collagen crosslinking with riboflavin and UV-A light in keratoconus Quelle: J Cataract Refract Surg 2008;34(5):796-80 weiter Infos unter http://www.aoz-lohr.de

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Augenärztliches Operationszentrum Lohr